CSU-Gipfeltreffen am 28.2.2015 auf dem Nebelhorn

CSU Gipfeltreffen Nebelhorn Oberstdorf

Bericht vom 2. März 2015

Gipfeltreffen in 2000 Metern Höhe: CSU-Ortsvorsitzender Adalbert Schall und sein Vorgänger Albert Titscher haben die beiden Landtagsabgeordneten Eberhard Rotter und Eric Beißwenger zu politischen Gesprächen aufs Nebelhorn eingeladen. Zentrales Thema war dabei die Sanierung der Skiflugschanze, die rund 12 Millionen Euro kosten wird.

40 Prozent vom Bund, 40 Prozent vom Land und 20 Prozent aus der Region – für dieses Finanzierungsmodell machen sich die Orts-CSU und die beiden Landtagsabgeordneten stark. Rotter ist zuversichtlich, dass dieses Modell auch umsetzbar ist. “Es geht hier schließlich um die einzige Skiflugschanze im Land”, sagt er. Als eine von fünf Skiflugschanzen weltweit, sei die Anlage im Oberstdorfer Stillachtal ein Leuchtturmprojekt. Die Sanierung ist Voraussetzung für die Austragung der Skiflug-Weltmeisterschaft im Jahr 2018. Die Kosten sollten nicht über die allgemeine Sportförderung abgedeckt werden. Vielmehr sollten für diese wichtige Maßnahme zusätzliche Gelder bereitgestellt werden. “Es geht hier ja nicht um Schönheitsoperationen”, argumentierte Eric Beißwenger. “Es geht vielmehr darum, dass auf dieser Schanze auch künftig große, internationale Meisterschaften ausgetragen werden können.”

Die Oberallgäuer Gemeinden müssen eventuell mit weniger Geld aus den Schlüsselzuweisungen auskommen. Auch das wurde beim CSU-Gipfeltreffen diskutiert. “Das ist ein brandaktuelles, sehr kompliziertes Thema”, sagte Eberhard Rotter. Nach der Klage einiger nordbayerischer Gemeinden sollen bei der Bemessung der Schlüsselzuweisungen Zweit- und Nebenwohnsitze ausgenommen werden. Nachdem sich die Höhe der Schlüsselzuweisungen nach der Einwohnerzahl richtet, könnte es in den Tourismusgemeinden zu erheblichen Kürzungen kommen. Oberstdorf müsse mit insgesamt einer Millionen Euro weniger für den Gemeindehaushalt rechnen, schätzt CSU-Ortschef Schall. Der Betrag werde voraussichtlich auf fünf Haushalte verteilt.

Schall bemüht sich derzeit in Zusammenarbeit mit Tourismus Oberstdorf und dem “Verein der einheimischen Vermieter” um ein Privatzimmerförderprogramm, das die Regierung von Schwaben aufgelegt hat. 35 Prozent der Tourismusbetriebe in Oberstdorf gehören in die Kategorie “Kleinvermieter”. Für einen breit gefächertes Tourismusangebot brauche Oberstdorf die großen Häuser genauso wie die kleinen, sagte Schall. Vergleichbare Förderprogramme gäbe es in Österreich bereits. Mit den Geldern aus dem Programm sollen Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung finanziert werden.