Dr. Gerd Müller und Dr. Theo Waigel im Gespräch am 10.09.2017 in Oberstdorf

Dr. Gerd Müller und Dr. Theo Waigel im Gespräch in Oberstdorf

“Leuchtturmveranstaltung“

Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe und Dr. Theo Waigel, Finanzminister a.D.

Zwei politische Weggefährten der CSU zu Gast in Oberstdorf am 10.09.2017

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2. Bürgermeister Fritz Sehrwind eröffnete im vollbesetzten Kurhaus in Oberstdorf die Gesprächsrunde und begrüßte neben den genannten Hauptredner den Landtagsabgeordneten Eric Beißwenger, Altbürgemeister Edi Geyer sowie auch den mittlerweile pensionierten Dr. Eckhard Wertebach.

Dr. Wertebach war bis 1998 Staatssekretär des Bundesinnenministeriums. Er hatte maßgeblichen Einfluss auf die Bezuschussung der 1. Nordischen Ski WM 1987 in Oberstdorf. Dr. Wertebach ist seit Jahren ein Freund von Oberstdorf und Urlaubsgast im Hotel Exquisit.

Dr. Gerd Müller nahm in seiner Eingangsrede ebenfalls Stellung zu den aktuellen Geschehnissen rund um die Planungen zur Nordischen Ski-WM 2021. Oberstdorf und der nordische Skisport sind seit Jahrzehnten ein Erfolgs-modell. Oberstdorf steht hiermit im Fokus der geplanten Zuschüsse und genießt eine große nationale Bedeutung. Er wird sich mit aller Kraft für eine große Unterstützung aussprechen. Weiter betont Dr. Gerd Müller, dass die Elektrifizierung der DB schneller vorangebracht werden muss. In Bezug auf die Flüchtlingssituation ist Dr. Gerd Müller bekannt für den Aufbau einer Hilfe und Investitionen vor Ort. Jährlich wächst der afrikanische Kontinent um 50 Mio. Einwohner. Hier muss was geschehen. Jeder Euro der vor Ort z.B. in Afrika investiert wird, können 4 – 5 Mio. Euro in Deutschland eingespart werden. Auch Schule und Integration sprach er in diesem Zusammengang an und forderte,“ es darf nicht der Eindruck entstehen, dass für Flüchtlinge mehr getan wird als für Einheimische. Er zitierte den ehemaligen Bundespräsidenten Gauck: „Das Herz ist groß aber die Möglichkeiten sind beschränkt.“ Dr. Gerd Müller wünscht sich eine Politik „Wo der Starke für den Schwachen da ist“. Dr. Waigel kann dies nur bestätigen. Er bekräftigte Dr. Gerd Müller weiter so zu arbeiten wie er begonnen habe und sprach seine Bewunderung für seine Arbeit aus. Er wünsche sich, dass Dr .Gerd Müller im neuen Kabinett mit Angela Merkel nach dem 24. September wieder mit am Kabinettstisch als Entwicklungsminister sitze.

Dr. Theo Waigel ging historisch weit zurück, um den Zuhörern entsprechende Sensibilität gegenüber zu bringen. Er verglich z.B. die Hilfe an die Euroländer Irland, Spanien, Portugal und Griechenland mit der Hilfe von den Amerikanern nach dem 2. Weltkrieg an Deutschland. Ein Ausschluss von Griechenland hätte die Probleme nur erhöht und hätte gegebenen falls einen Dominoeffekt ausgelöst. Zwischenzeitlich stabilisieren sich die Problemländer im Euroraum. Z. B. sinkt die Arbeitslosenquote in Griechenland nun langsam aber sicher. Dr. Waigel sprach sich auch für mehr Investitionen in Deutschland aus, um die Stabilität und das Wachstum zu sichern. Die SPD tut ihm bei den aktuellen Umfragewerten leid. Der FDP bescheinigt er wiedererlangte Stabilität und die AFD nannte er unerträglich.

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