Informationsabend zur geplanten Flüchtlingsunterkunft

Bericht vom 3. Juli 2015

Am 30. Juni 2015 informierten im Oberstdorf Haus das Landratsamt und die
Gemeinde über die geplante Asylbewerber-Unterkunft an der Rubinger Str. und über
die aktuelle Situation der Asylbewerber im Landkreis. Wichtigster Gast an diesem
Abend war unser Landrat Toni Klotz.
In einem fast vollen Breitachklamm-Saal waren auch zahlreiche Gemeinderäte aller
Fraktionen vertreten, so auch unser 2. Bürgermeister Fritz Sehrwind und der
CSU-Fraktionsvorsitzende Josef Geiger. Ebenso haben sich Mitglieder des CSU
Oberstdorf-Kernvorstands über die aktuelle Entwicklung informiert.

Aktuell sind im Oberallgäu rund 782 Asylbewerber in überwiegend dezentralen- und
drei Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. 220 Menschen Platz bietet als
sogenannte „Noterstaufnahme“ die Grüntenkaserne in Sonthofen.

Bürgermeister Laurent Mies verlas den Beschluss vom 30.4.2015, der auch auf
Grund des geplanten Grundstücks von der CSU-Fraktion abgelehnt wurde. Lesen sie
hierzu alles Wichtige ausführlich im ortspolitischen CSU-Telegramm.

Der Geschäftsführer des zuständigen Trägers, dem Sozialwirtschaftswerk Sonthofen
(SWW) Martin Kaiser, stellte den Entwurf des Gebäudes im Detail vor.
Positiv wurde zur Kenntnis genommen, dass künftig ein sogenannter
„Quartiermanager“- mit der erforderlichen Sozialkompetenz – für die Unterkünfte in
Oberstdorf bereitgestellt wird. Pro 75 Asylbewerber ist 1 Quartiermanager
vorgesehen.
Dies nimmt auch die CSU Oberstdorf äußerst positiv zur Kenntnis, da wir der
Meinung sind, insbesondere die ehrenamtlichen Mitarbeiter-/innen des
Helferkreises dürfen dieser immensen Herausforderung nicht „alleine“ überlassen
werden.

Landrat Klotz schilderte die hochproblematische Lage der Asylströme. Er bat
ferner um Verständnis für die Kurzfristigkeit der Unterbringung und das eine
rechtzeitige Information der Bürger faktisch nicht mehr möglich sei. „Heute ist
eine Unterkunft eingerichtet und morgen sind die ersten Asylbewerber schon da.“

Ebenso betonte Klotz, dass dem Landkreis gleich sei, wo das Grundstück liegt,
dass die Gemeinde bereitstelle. Dies wurde auf Nachfrage auch unserem
Ortsvorsitzenden Adalbert Schall vor kurzem bereits bestätigt.
Abschließend bat Toni Klotz die Bürgerinnen und Bürger eindringlich, falls
möglich, um Bereitstellung von geeigneten Objekten, aber auch Grundstücken, um
die nötige Anzahl von asylsuchenden Menschen unterzubringen.
Dies ist auch ganz im Interesse des CSU-Ortsverbandes, um eine möglichst
dezentrale Unterbringung der noch zu erwartenden Flüchtlinge zu gewährleisten.